Im ersten Teil der neuen Serie zum Burnout-Syndrom habe ich es bereits umrissen: Die Technologien, denen wir uns anvertraut haben, haben unseren Alltag vollkommen verändert. Auch am Wochenende E-Mails beantworten, im Urlaub am Handy Arbeitsbelange organisieren - das ist für viele heute selbstverständlich. An den Zwang, ständig auf neue Informationen zu reagieren, kann man sich psychisch so gewöhnen, dass die Leere eines unverplanten freien Tages oder auch nur eines ausgedehnten Funklochs ein fast panisches Gefühl auslösen kann.

Das Leben schickt keine Rundmails

Wer in diesem Modus operiert, dessen "innerer Akku" ist nie voller als halbvoll, der ist nicht hundertprozentig anwesend - wo auch immer er (oder sie) ist. Lebensbereiche, die ihre Wichtigkeit nicht per E-Mail, Anruf oder Deadline vorführen, werden ausgeblendet. Der lange Spaziergang, die Wochenendreise mit dem Partner, der Freibadbesuch mit den Kindern, das gute Buch auf dem Sofa, abends auf der Terrasse sitzen - vielleicht nächstes Wochenende ...

Ein Krug und fünf Gläser

Bitte stellen Sie sich einmal folgendes vor: Visualisieren Sie die Gesamtheit Ihrer Energie als Wasser in einem Krug, dazu fünf hohe Gläser (die Gläser sind so groß, dass das Wasser im Krug nicht ausreicht, alle bis zum Rand zu füllen...). Die Gläser symbolisieren die Bereiche Ihres Lebens - Arbeit, Beziehungen (Freunde, Familie, Netzwerk, Nachbarschaft), Körper (Gesundheit, Fitness), persönliche Werte und Interessen, Zukunft und Sicherheit.

Ihre Bilanz

Wie wichtig sind Ihnen diese fünf Bereiche? Wie hoch würden Sie die fünf Gläser gern füllen? Und wie ist Ihre Realität? Für welche Gläser ist der Unterschied am augenfälligsten? Haben Sie Ihre Beziehungen vernachlässigt? Raubbau an Körper und Gesundheit getrieben? Straft Ihr Leben Ihre Ideale Lügen? Wie blicken Sie in die Zukunft? Fragen Sie sich auch, wofür Sie die Dinge, die Ihnen wichtig sind, vernachlässigt haben!

Welche der Diskrepanzen zwischen Ihrem Leben und Ihren Vorstellungen davon beunruhigt Sie am meisten? Dort lohnt es sich anzusetzen und etwas zu verändern! Tun Sie es für sich - und für die anderen, denn nur wer auch sich selbst gegenüber achtsam ist, kann gut für andere sorgen. 

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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