Vielleicht erinnern Sie sich an meinen letzten Beitrag zum Thema Ressourcen stärken? Ich habe Sie ermuntert sowohl mental und körperlich in Bewegung zu kommen: Im letzten Teil dieser Reihe möchte ich Ihnen letzteres noch einmal besonders ans Herz legen.

Wir alle kennen Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und Psyche. Psychische Probleme schlagen sich in körperlichen Leiden nieder. Und Geist und Seele werden durchaus auch auf dem "Umweg" über den Körper geheilt.

Unsere Körper sind dafür geschaffen, dass wir sie bewegen, außer Atem kommen, Hitze und Kälte, Wind und Regen spüren. Vergeistigt, wie wir sind, spüren wir einen Mangel an solchen Körpererfahrungen mitunter als Traurigkeit oder Sinnleere, deren Ursachen wir häufig irgendwo in der geistigen Sphäre vermuten. Bewegung und Sport lösen Verspannungen, bremsen das Gedankenkarrussell und erzeugen eine angenehme Dynamik zwischen Körper und Geist. Ich bin sicher, jeder von uns hat diese Erfahrungen bereits gemacht und trotzdem ignorieren viele hartnäckig diesen Zusammenhang.

Durch den Körper den Geist heilen

Eine sehr gradlinige Methode, auf die Weisheit unserer Körper zuzugreifen, beinhaltet die indische Yoga-Lehre. Die Yoga-Praxis schließt körperliche Übungen, Atemtraining und meditative Übungen ein, die direkt - und, wie ich Ihnen aus eigener Erfahrung versichern kann, sehr effizient auf das körperliche und mentale Wohlbefinden abzielen. Für mich persönlich ist Yoga eine tägliche liebgewonnene Auszeit (gerne in einem Kurs mit anderen oder auf meiner Matte zuhause oder in meiner Praxis). Auch für mich gilt: Nur wenn ich gut für mich sorge, kann ich auch gut für meine Klienten sorgen!

Aber auch jede andere Art von Bewegung oder Sport kann mental einiges wieder ins Lot bringen. Laufen, schwimmen, radeln, reiten, klettern oder Holz hacken - egal, was Ihr Ding ist: Auch im Coaching mache ich die Erfahrung, dass es meist besser voran geht (und weniger Sitzungen benötigt werden), wenn meine Klienten auch körperlich in Bewegung sind.

Der Ball liegt bei Ihnen

Sich zu einer Erschöpfung zu bekennen, kostet Überwindung. Viele von uns sind noch getreu dem Motto "Stell dich nicht so an" erzogen worden. Aber zum Glück ist Burnout kein Tabu mehr und auch Prominente bekennen sich mittlerweile öffentlich zum Ausgebranntsein. Frank Schätzing hat seine Erfahrung beispielsweise in dem 2009 erschienenen Roman "Limit" verarbeitet, das Buch von Miriam Meckel "Briefe an mein Leben" wird gerade für das ZDF verfilmt.

Die Erkenntnis, dass auch in der Leistungsgesellschaft nur diejenigen langfristig leistungsfähig bleiben, die sich selbst gegenüber achtsam sind, setzt sich glücklicherweise auch in den Führungsetagen langsam durch. Mit einem Plädoyer für mehr Aufmerksamkeit und Fürsorglichkeit (und dazu zählt definitiv auch regelmäßige Bewegung) - sich selbst wie dem Nächsten, Freund oder Kollegen gegenüber - möchte ich das Blogthema Burnout für heute beenden.

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 750 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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