Jeder von uns hat es sicherlich schon erlebt. Eine Rückmeldung auf die eigene Person, im positiven wie im negativen Sinne. Mir kommt gerade ein Erlebnis in den Sinn, das schon viele Jahre zurück liegt und über das ich heute glücklicherweise schmunzeln kann (mein damaliger Chef hoffentlich auch). Es war an einem Freitag als er mir zurief „Holen Sie mir doch bitte mal den Ausdruck aus dem Drucker, aber erschrecken Sie nicht über den Inhalt."

„ÄnderungsKÜNDIGUNG". Es traf mich aus heiterem Himmel, denn bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich eine sehr geschätzte Mitarbeiterin zu sein. Meinem damaligen Chef möchte ich zugute halten, dass er die Kündigung später zurück gezogen hat.
Ein rechtzeitiges Feedback hätte diese Aufregung (aufgrund eines Missverständnisses) aber auf beiden Seiten sicherlich verhindern können. Aber wie sieht eigentlich ein gutes Feedback aus? Heute geht es ausschließlich um die Seite des Feedback Gebers – Feedback als gesundes Führungsinstrument.

  1. Feedbackgespräche ankündigen 
    In vielen Unternehmen gibt es feste Regeln für ein Feedbackgespräch, in anderen Unternehmen finden Sie zwischen Tür und Angel statt. Stellen Sie sicher, dass das Gespräch rechtzeitig angekündigt ist, so dass sich der Mitarbeiter ebenfalls darauf vorbereiten kann.

  2. Nachfragen statt Interpretieren
    Hüten Sie sich vor Interpretationen oder Unterstellungen, Sie werden vermutlich als Vorwurf gehört und bewirken nur in seltenen Fällen eine Verhaltensänderung. Bleiben Sie sachlich und fragen Sie nach, wenn Sachverhalte nicht geklärt sind. Beschreiben Sie Ihre eigene Wahrnehmung statt den anderen zu bewerten.

  3. Möglichkeit der Selbsteinschätzung
    Geben Sie Ihrem Mitarbeiter am Anfang eines Gespräches die Möglichkeit sich selbst einzuschätzen. Viele Mitarbeiter wissen genau, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen und nehmen Feedback für eine Verhaltensänderung besser an, wenn sie vorher selbst dazu Stellung bezogen haben.

  4. Konkret, aber nicht kleinteilig
    Wörter wie immer und nie aus Ihrem Vokabular streichen. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter die Chance genau zu wissen, worüber Sie konkret sprechen.

  5. Ehrlich sein und immer auch etwas Positives zurück melden.
    Vergessen Sie nicht in kritischen Rückmeldungen auch etwas positives zu erwähnen. Wenn Sie ehrlich sind, wird Ihnen hier sicherlich etwas einfallen.

Wann haben Sie zuletzt ein Feedback erhalten, dass Sie in Ihrer eigenen Entwicklung gefördert hat? Wie war das Feedback formuliert und was hat dazu beigetragen, dass Sie diese Rückmeldung gut annehmen konnten? In zwei Wochen geht die Serie Gesunde Führung zuende mit dem Thema Entscheidungen treffen. 

Bleiben Sie in Kontakt - Ihre Fragen, Antworten und Anregungen sind mir jederzeit willkommen!

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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