E-Mails nach Mitternacht, jobbedingte Anrufe bei der Familienfeier - der Segen des Smartphones ist für viele längst zu einem Fluch geworden und die Grenzen zum Feierabend sind längst verschwommen wenn nicht gar aufgehoben. 

Bereits 2012 hat die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen klare Regeln für den Umgang mit Dienstnachrichten nach Feierabend gefordert. Eine repräsentative Befragung der DAK im letzten Jahr stellte eine eindeutige Korrelation zwischen dem Maß an Erreichbarkeit und dem Auftreten einer Depression her. Immerhin sehen mittlerweile auch erste Unternehmen den Zusammenhang zwischen ständiger Erreichbarkeit und Erschöpfung ihrer Mitarbeiter und setzen sich entsprechend für einen besseren Schutz ihrer Mitarbeiter ein. Dazu zählen zum Beispiel BMW und VW, die nach Feierabend den Mailserver abstellen und keine Nachrichten mehr weiterleiten. Das Recht auf Unerreichbarkeit bleibt aber wohl erst einmal einer kleinen Minderheit vorbehalten. Und wie geht der Rest mit dem Druck der tatsächlichen oder auch nur gefühlten ständigen Erreichbarkeit um? Was tut der Einzelne für sein Recht auf Unerreichbarkeit (Erholung)? Auf meine häufig gestellte Frage im Coaching, wer denn im eigenen Unternehmen generell als Vorbild gelte, erhalte ich oft die Antwort, dass es eher diejenigen seien, die sich besonders gut abgrenzen könnten, eher pünktlich gingen und sich nach Feierabend nicht kirre machen ließen. Warum trauen sich trotzdem die wenigsten nach Feierabend das Handy auszustellen und erst am nächsten Morgen wieder in die Mails zu schauen?

Wie gehen Sie mit dem Thema um? Halten Sie ständige Erreichbarkeit noch für zeitgemäß?

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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