Als “genesender” Perfektionist brauchen Sie vor allem eins: Mut zur Unvollkommenheit. 

Handeln statt grübeln

Trainieren Sie Entscheidungen. Geben Sie sich eine der Schwere der Entscheidung angemessene Entscheidungsfrist. Und erinnern Sie sich: es gibt keine richtige Entscheidung! Fünf Minuten für den Kinofilm. Zehn Tage für das Jobangebot. Üben Sie auch mal spontanes, unüberlegtes Handeln. Einfach tun, was ihnen in dem Kopf kommt, ist für Perfektionisten fast unmöglich. Zwingen Sie sich im Kleinen dazu, und genießen Sie Ihre Spontanität! Trainieren Sie das spontane “Nein”-Sagen: Lassen Sie sich nicht zu viel Arbeit aufladen.

Fertig werden

Werden Sie fertig, und seien Sie dann wirklich fertig. Kein Nachbessern mehr, und auch kein Wenn-und-Aber-Gegrübel. Verlassen Sie Ihre dysfunktionale Komfort-Zone (“ich muss unbedingt alles noch einmal durchsehen”), um eine wirkliche Komfort-Zone zu erreichen. Will sagen: Geben Sie die Kontrolle ab. Und schauen Sie, ob davon tatsächlich die Welt untergeht.

Perfektionisten verbringen unsinnig viel Zeit damit, ihrer Arbeit die letzten fünf Prozent Perfektion abzuringen. Diese fünf Prozent kümmern häufig niemanden – und gehen auf Kosten Ihrer Arbeitseffizienz, Ihres Schlafes, Ihrer Gesundheit. Identifizieren Sie die Themen, die nicht so wichtig sind – und orientieren Sie hier auf 80, 90 Prozent.

Der Weg zu sich selbst führt auch über die anderen

Verbringen Sie Zeit nicht mit Arbeit. Treiben Sie Sport – das ist ohnehin fast ein Allheilmittel.
Ganz wichtig: Lassen Sie die Menschen in Ihrem Leben an sich heran. Perfektionisten sind meist sehr auf sich zentriert. Andere kommen in ihrer Weltsicht in erster Linie im Zusammenhang mit der Sorge vor, ihren Erwartungen nicht zu genügen, von ihnen negativ beurteilt zu werden. Was treibt die anderen eigentlich wirklich so um? Perfektionisten sind auch in ihrem Urteil über andere meist schnell und streng. Sie sollen nicht urteilen, sondern sich interessieren!

Mehr Erfolg durch Gelassenheit

Wer andere toleriert und schätzt, denkt auch über sich selbst freundlicher. Wer über sich selbst freundlicher denkt, wirkt entspannter, unbeschwerter, hat eine positivere Ausstrahlung. Und dann kann es sein, dass es mit der verbissen angestrebten Beförderung vielleicht sogar gerade dann klappt, wenn Sie sich von Ihrem Perfektionismus endgültig verabschiedet haben. Das meint jedenfalls Simone Janson, Autorin des empfehlenswerten Buches “Die 110%-Lüge”.

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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