Es gibt Menschen, die an Krisen zerbrechen, und andere, die Niederlagen unbeschadet überstehen. Letztere verfügen über eine innere Widerstandskraft, die wir auch Resilienz nennen. Darum ging es in meinem letzten Beitrag. Aber woher kommt diese Widerstandskraft? Ist sie eine Frage glücklicher Gene? Oder eher das bestmögliche Ergebnis der eigenen Sozialisierung?

Nature or nurture?

Einerseits sind Kinder, die in einer Kombination aus Armut und sozio-kultureller Benachteiligung aufwachsen, nachweislich besonders gefährdet, später wenig resilient zu sein. Andererseits fehlen auch behütet und gut gefördert aufgewachsenen Menschen oft die Ressourcen für einen produktiven Umgang mit Schwierigkeiten. Was schließen wir daraus?

Erlaubnis zum Handeln

Angeboren? Erworben? Beides? Es gibt zum Glück keine eindeutige Antwort darauf. Fest steht, dass es Menschen gibt, die trotz widriger Umstände Strategien entwickeln, die sie an Krisen eher wachsen als zerbrechen lassen. Passivität, geringes Selbstwertgefühl, Destruktivität. Oft ist ein Mangel an Resilienz das Ergebnis verfestigter selbst-sabotierender Denkmuster. Mit anderen Worten, so etwas wie eine schlechte Angewohnheit, die man sich (glücklicherweise) auch wieder abgewöhnen kann.

Ja, Resilienz können Sie trainieren wie einen Muskel. Genau wie das Muskeltraining braucht auch das Resilienztraining Zeit und Durchhaltevermögen. Aber wie beim Sport gilt auch hier: Mit Ausdauer und Unterstützung lässt sich die Widerstandskraft stärken. Resilienzforscher sprechen von sogenannten Resilienz-Faktoren, also von Persönlichkeitsmerkmalen im emotionalen, kognitiven und sozialen Bereich, auf die sich die besondere Widerstandfähigkeit resilienter Menschen zurückführen lässt. Und genau darum wird es in meinen nächsten Beiträgen gehen.

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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