In meinem letzten Beitrag ging es um Persönlichkeitsmerkmale, die bei resilienten Menschen häufiger anzutreffen sind, die sogenannten Resilienzfaktoren.
Sie denken, dass Sie weder gelassen sind noch ein besonders sonniges Gemüt haben? Und Sie meinen, daran ließe sich auch nichts ändern? 

Natürlich lässt sich keiner gleich umkrempeln und auch Ihre Lebensgeschichte und intellektuellen Voraussetzungen werden Sie mit ein bisschen Willenskraft bestimmt nicht ändern. Aber Sie haben es vielleicht stärker in der Hand als Sie denken, wie Ihr Charakter und die Welt miteinander wechselwirken. Hierzu zwei Beispiele von emotionalen Resilienzfaktoren.

Akzeptanz trainieren: Annehmen statt hadern

Akzeptieren Sie das Unabänderliche. Dazu gehören Ihre eigenen Grenzen ebenso wie Geschehnisse der Vergangenheit und viele außerhalb Ihrer selbst liegende Umstände (das Verhalten anderer Menschen, die Gesellschaft). Ja, Sie werden älter, ja, Sie verstehen nichts von XYZ, ja, Sie haben 1996 keine Apple-Aktien gekauft, ja, Ihr Chef ist ein Choleriker. Akzeptieren bedeutet nicht notwendigerweis "gut heißen". Akzeptieren bedeutet aber in jedem Falle mit dem energieraubenden Jammern aufzuhören und für den Moment anerkennen, dass die Dinge so sind, wie sie sind. 

Positive Selbstwahrnehmung fördern

Wir leben in einer Kultur, in der Negatives oft mehr Aufmerksamkeit erhält als Positives – in den Medien, im Gespräch mit Anderen, und damit auch oft auch in den eigenen Gedanken. Seien Sie aufmerksam, lästern Sie nicht mit und versuchen Sie förderlichen und freundlichen Gedanken mehr Platz einzuräumen. Vielleicht gibt es Menschen, die Ihnen diesbezüglich besonders gut tun? Oder Sie schreiben regelmäßig ein Tagebuch, in dem Sie sich nicht nur ausheulen, sondern zum Beispiel drei Dinge am Tag festhalten, für die sie dankbar sind. Damit wird ein ganz neuer Filter in der Wahrnehmung gesetzt. Im Coaching lasse ich hin und wieder Klienten eine Lobeshymne auf Menschen schreiben, mit denen sie sich beonders schwertun. Es mag ungewöhnlich klingen, aber es kann Wunder bewirken.

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 750 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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