Einer Studie aus den USA zufolge rangiert Redeangst für viele Menschen noch vor der Angst vor einem schlimmen Unfall, dem eigenen Tod oder vor Einsamkeit! Für die einen sind es nur einige schlimme Minuten bevor es losgeht, andere spüren die Anspannung bereits Wochen zuvor.

Das schambehaftete Thema Redeangst wird meist ungern angesprochen. Das trifft besonders auf Menschen in Führungspositionen zu, die verständlicherweise den Eindruck erwecken wollen alles im Griff zu haben (und trotzdem nicht vor Redeangst gefeit sind). Im Gespräch beurteilen Menschen mit Lampenfieber bevorstehende Redesituation meist als sehr bedrohlich. Oft sind sie voreingenommen und extrem selbstkritisch, was ihre eigene Leistung betrifft. Dabei sind Lampenfieber und Nervosität eine gesunde Körperreaktion auf eine als gefährlich eingeschätzte Situation. Adrenalin und erhöhte Sauerstoffzufuhr bereiten den Körper auf „Flucht oder Angriff" vor. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich: zittrige Knie, Schweißausbrüche und Atemnot sind (leider) die Folge. Und da wir in der Situation weder angreifen noch weglaufen können, haben wir plötzlich einen Überschuss an Sauerstoff und Adrenalin, den es schnellstmöglich wieder loszuwerden gilt. Zum Glück gibt es bewährte Techniken hierfür. Besser ist es, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Das wiederum heißt, sich mit der eigenen Einstellung zum Redeanlass und (dem gefürchteten) Publikum auseinanderzusetzen. Denn je ungefährlicher die bevorstehende Redesituation eingeschätzt wird, desto weniger heftig reagiert der Körper darauf. Auch viele professionelle Redner kennen Redeangst aus eigener Erfahrung. Redeprofi Isabel Garcia beispielsweise hat kürzlich in einem Interview erwähnt, sich lange Zeit nicht einmal getraut zu haben vor anderen laut zu sprechen! Das bestätigt auch meine Erfahrung „Wo der Widerstand besonders groß ist, liegt oft ein Schatz verborgen", das trifft auf das Lampenfieber ebenso wie auf viele andere als unangenehm erlebte Situationen zu.

Ihre Coaching Expertin in Berlin

Über die Autorin Esther Kimmel (Coach DCV)

Seit 2009 arbeite ich als Coach in Berlin und habe seither mehr als 500 Coaching­prozesse begleitet. Zu meinen Lieblingskunden zählen Unternehmen sowie Einzelpersonen aus der kommunikativen und kreativen Branche.

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