Was unterscheidet Coaching von Training?

Was unterscheidet Coaching von Training?

Auch wenn das Wort Coach im englischen Sprachraum bis in die 1990er Jahre vor allem den Trainer einer Fußballmannschaft oder einer anderen sportlichen Vereinigung bezeichnete und im deutschsprachigen Raum eher bedeutungslos war, liegt es auf der Hand, dass Coaching, wie wir es heute verstehen, kein Fußballtraining ist.

Fasst man den Begriff Training allerdings wie heute üblich weiter und schließt nicht nur die fachliche Ausbildungen ein, sondern auch so etwas wie Motivations-, Rhetorik-, Präsentations- oder Kommunikationstraining, scheint der Unterschied zwischen Coaching und Training zu verschwimmen. Aber keine Sorge: Er lässt sich immer noch ganz genau formulieren.

Ein Trainer gibt Antworten. Ein Coach stimuliert das Finden von Antworten

Auf der einen Seite steht das Lehrer-Schüler-Verhältnis eines Trainings mit seiner klaren Hierarchie und den strukturierten Abläufen von Informationstransfer, Anleitung und kritischem Feedback, die im Dienste des Erwerbs bestimmter Fähigkeiten stehen. Auf der anderen die besondere Gesprächs-Beziehung zwischen Coach und Klient, bei der das konkrete Ziel noch gemeinsam erarbeitet werden muss.

Der Trainer hat die meisten Antworten bereits im Vorfeld und gibt den Weg vor, der zu einem klaren Ziel führt. Ein Coach dagegen begleitet seinen Klienten bei der Zielfindung und auf dem individuellen Weg dorthin.

Der Coach als Selbstreflektions-Trainer

Das Coaching kann aber als eine spezielle Art von Training aufgefasst werden: nämlich als Selbstreflektions-Training. Die Fähigkeit zur ehrlichen Selbstreflektion ist ohne Zweifel eine Kompetenz, wenn auch eine überfachliche. Wie alle Kompetenzen trainiert man sie, indem man sie zunächst angeleitet und später selbständig praktiziert. Genau das passiert beim Coaching.

Ein Coaching kann Training einbinden

Apropos überfachliche Kompetenzen: Wenn Ihr Coach glaubt, dass Sie davon profitieren, wird er/sie Sie auf bestimmte Kommunikations- und Konfliktbewältigungsstrategien aufmerksam machen, die für die Sozial- und Führungskompetenz bedeutsam sind und diese mit Ihnen trainieren. Denn Coaching definiert sich nicht durch dogmatische Vermeidung und Abgrenzung von allem, was nach Training aussehen könnte. Warum sollten Sie auch auf einen wichtigen Impuls verzichten, der Sie auf Ihrem Weg weiterbringt?

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Esther Kimmel Führungskräfte Coach

Als zertifizierter Coach mit 25 Jahren Berufserfahrung berate ich seit 12 Jahren Menschen in verantwortungsvollen Positionen. Mit über 750 erfolgreich abgeschlossenen Coachingprozessen bin ich Expertin für alle Fragen rund um die Themen Führung, Karriere und Resilienz.

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